Demokratie ist kein Selbstläufer
1. Mai 2023
Demokratie ist kein Selbstläufer
Die Welt ist nicht mehr das, was sie vor einem Jahr noch war. Der fürchterliche Krieg in der Ukraine, die Flüchtlingsdramen, die menschenunwürdige Ächtung von Frauen usw. führen uns vor Augen, auf welchem dünnen Eis wir uns bewegen. Die bis vor Jahresfrist ungeahnte Energieabhängigkeit, die weltweite Versorgungskrise mit Getreide und der Bruch diverser Lieferketten usw. sind folgenschwer. Die internationale Politik und auch unsere Behörden tun sich schwer damit. Nicht erstaunlich, weil doch bisher vieles selbstverständlich war gegenüber dem, was sich heute abspielt.
Auch in der Gesellschaft hinterlässt orientierungsloses Gezänk vieler Staaten und Regenten besorgniserregende Spuren. Die Fronten werden härter, die Gräben tiefer. Der Zusammenhalt schwindet und die Gefahr wächst, dass die Gesellschaft in egoistische Gruppen zerfällt. In dieser labileren gesellschaftlichen Lage und krisenbelasteten Zeit sind weitsichtige und couragierte Parlamente und Behörden in Bund, Kanton und Gemeinden gefragt.
Unserer Schweizer Wählerschaft bietet das Wahljahr 2023 die Chancen, die politischen Weichen zu stellen für eine aussichtsreiche Zukunft unseres Landes, für klima- und ressourcenbewusste Lösungen, für nachhaltiges Wirtschaften sowie für mehr Gemeinschaftssinn und Solidarität statt Gruppenegoismus. Doch die Demokratie ist kein Selbstläufer. Sie braucht ein aktives Mittun von vielen verantwortungsbewussten Personen in den politischen Gremien. Engagieren auch Sie sich, dass unsere Gesellschaft und Politik nicht geschwächt werden durch Extremismus und Staatsverdrossenheit sondern nachhaltig gestärkt werden für die zukünftigen Herausforderungen unserer liebenswerten Heimat.
Peter R. Hofmann, Mitte 60+, Oberägeri
