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DV 2026 Die Mitte 60+

Dienstag, 5. Mai 2026 ab 10:00 Uhr, Businesspark Sursee

Bundesrat Martin Pfister mit a.NR Ida Glanzmann und den beiden
Luzerner Nationalräten Pius Kaufmann (links) und Leo Müller (rechts)

 

Mutig und selbstbewusst in die Sicherheit investieren
Die Sicherheit der Schweiz ist angesichts der geopolitischen Verwerfungen ein höchst aktuelles Thema. Darüber sprach Bundesrat Martin Pfister als Vorsteher des VBS (Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport). Zudem diskutierten zwei amtierende Parlamentarier und ein Militärwissenschaftler an der mit fast 120 Personen zahlreich besuchten Frühjahrestagung von Die Mitte 60+ Schweiz im Businesspark Sursee.
Bei einem unterhaltsamen Talk mit NZZ-Redaktor Georg Häsler bestätigte Bundesrat Martin Pfister seine positiven kollegialen Erfahrungen nach seinem ersten Amtsjahr im Bundesrat. Das Gremium sei engagiert bestrebt, für Land und Volk eine nachhaltige Entwicklung zu gestalten. Er appellierte für ein breiteres Verständnis in Volk und Wirtschaft sowie für kritisches aber verantwortungsbewusstes Entscheiden bei Volksabstimmungen und Wahlen.

Mehrfach gefährdete Sicherheit der Schweiz zielführend verbessern
Als VBS-Vorsteher stehe für ihn naturgemäss die Sicherheit unseres Landes im Zentrum. Die Bedrohungen seien mehrfach und herausfordernd, erst recht seit der veränderten geopolitischen Lage, vor allem auch durch kriegerische Vorkommen und Machtgebärden von autokratischen Staaten. Bundesbern sei sich grundsätzlich einig, dass die Schweiz weitblickend aufrüsten müsse. Noch keinen Konsens gebe es in der politischen Debatte bei der Priorisierung der Massnahmen und deren Finanzierung. Pfister appelliert «mutig und selbstbewusst zu investieren und mit zielführenden Massnahmen zu handeln». Die Schweiz sei durch verschiedenartige nichtmilitärische Angriffe und fremde Einflussnahmen schon seit einiger Zeit stark gefährdet. Dies erfordere unterstützend eine verstärkte Kooperation mit Nachbarstaaten und dem Nato-Bündnis, namentlich um den Luftraum besser zu schützen. Die Schweiz müsse aber auch ihre innere Sicherheit gegenüber radikalen Strömungen stärken. Wie die ehemalige Sicherheitspolitikerin und alt Nationalrätin Ida Glanzmann als amtierende Präsidentin von Mitte60+ Schweiz betonte, werde auch ihre Vereinigung eine wünschbare integrierte Sicherheitspolitik des Bundesrates unterstützen.
Im Nachgang zum Talk mit Bundesrat Pfister moderierte Sermîr Faki ein spannendes Podiumsgespräch mit SP-Nationalrätin Priska Seiler-Graf, Mitte-Nationalrat Reto Nause und Sicherheitsexperte Dr. Daniel Möckli (ETH Zürich). Letzterer konstatierte, dass der Zerfall der regelbasierten Weltordnung das Erfolgsmodell der Schweiz gefährde. Er sieht unser Land vor schwierigen Positionierungsfragen auch im internationalen Umfeld. Mehrfach wurden Fragen zur Neutralitätsthematik, der Aussenwahrnehmung der Schweiz in Europa und der Finanzierung der Sicherheitsstrategie des Bundesrates debattiert. Gemäss Reto Nause müsse die Schweiz selber verteidigungsfähiger werden, bemängelte aber die Konsensbereitschaft der SP. Deren Sprecherin Priska Seiler Graf votierte für eine ganzheitliche Betrachtungsweise in der Sicherheitspolitik. Sie warnt vor einer unsozial wirkenden Erhöhung der Mehrwertsteuer und wäre gegebenenfalls für eine begrenzte Lockerung der Schuldenbremse.

Resolution zur Mitte-Initiative «Abschaffung der Heiratsstrafe»
Die Thurgauer Ständerätin Brigitte Häberli-Koller sprach in einem separaten Vortrag über aktuelle Themen und News aus dem Bundeshaus. Sie warnte unter anderem vor den problematischen Folgen der Nachhaltigkeits-Initiative (10-Mio-Schweiz), welche die Mitte-Fraktion und die Mitte-Schweiz als Partei klar ablehne.
Die aus allen Landesteilen tagenden Senioren der die Mitte 60+ Schweiz beschlossen auf Antrag von a. NR Ida Glanzmann und ihrem Vorstand eine Resolution zur Unterstützung der Mitte-Initiative zur Abschaffung der Heiratsstrafe als bessere Alternative zur Individualbesteuerung. Ida Glanzmann betonte «eine Abstimmung über unsere durchdachte und faire Mitte-Initiative ist keine Zwängerei, aber gelebte und nachhaltige Demokratie».

Verfasser: Alois Hodel, Egolzwil LU (Vorstandsmitglied die Mitte 60+ Schweiz)

 

Bei Talk: NZZ-Redaktor Georg Häsler und Bundesrat Martin Pfister

Beim Podiumsgespräch (vl): Dr. Daniel Möckli, Moderatorin Sermin Faki, SP-Nationalrätin Priska Seiler Graf und Mitte-Nationalrat Reto Nause.

Resolution der Vereinigung Die Mitte 60+ Schweiz zur Unterstützung der Initiative zur Abschaffung der Heiratsstrafe nach der Abstimmung zur Individualbesteuerung.
Mitte 60+ stellt klar:
Eine erneute Abstimmung ist keine Zwängerei, sondern gelebte Demokratie. Es geht um eine notwendige Verfassungsänderung und die Mitsprache des Volkes.

Die Vereinigung Die Mitte 60+ Schweiz
• nimmt das Ergebnis der Volksabstimmung zur Individualbesteuerung zur Kenntnis und respektiert den demokratischen Entscheid,
• hält jedoch fest, dass damit die Frage der Steuergerechtigkeit für Ehepaare nicht zufriedenstellend gelöst ist,
• ist überzeugt, dass Familien, Ehe und Partnerschaften weiterhin besondere Beachtung im Steuersystem verdienen
• stellt mit Sorge fest, dass die beschlossene Individualbesteuerung neue Ungleichheiten schafft und insbesondere ältere Ehepaare vor zusätzliche Herausforderungen stellt,
• bekräftigt ihre Verantwortung, sich weiterhin für ein faires, verständliches und generationengerechtes Steuersystem einzusetzen,

und fasst folgende Resolution:
1. Klare politische Weiterführung des Engagements Die Vereinigung Die Mitte 60+ Schweiz setzt sich weiterhin mit Nachdruck für die vollständige Abschaffung der steuerlichen Benachteiligung von Ehepaaren und ganz besonders auch von Familien ein.

2. Unterstützung der Fairness-Initiative der Mitte Schweiz Die Fairness-Initiative bleibt der richtige Weg, um echte Gleichbehandlung zu erreichen, ohne neue Ungerechtigkeiten zu schaffen.

3. Schutz der älteren Generation Der Systemwechsel darf nicht zulasten der heutigen und künftigen Rentnerinnen und Rentner gehen. Bestehende Nachteile sind rasch zu korrigieren.

4. Korrektur von Fehlentwicklungen der Individualbesteuerung Wo die Individualbesteuerung zu Mehrbelastungen, Ungleichbehandlungen oder unverhältnismässigem administrativem Aufwand führt, sind gezielte Korrekturen vorzunehmen.

5. Einsatz für ein einfaches und verständliches Steuersystem Steuerpolitik muss für die Bevölkerung nachvollziehbar bleiben. Zusätzliche Bürokratie ist zu vermeiden.

6. Aufruf an Politik und Bevölkerung Die Vereinigung Die Mitte 60+ Schweiz ruft Parlament, Bundesrat und Bevölkerung dazu auf, die anstehenden Reformschritte aktiv mitzugestalten und sich für eine nachhaltige und faire Lösung im Sinne aller Generationen einzusetzen.

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