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Medienmitteilung „Gesundheitsversorgung aus Seniorensicht“

24. Mai 2024

Frühjahrstagung 2024 Mitte 60+ Schweiz

Gesundheitsversorgung aus Seniorensicht

An ihrer Frühlingstagung der Mitte 60+ Schweiz am 6. Mai 2024 im Businesspark Sursee standen zwei gesundheitspolitische Schwerpunktthemen im Mittelpunkt. Die eidg. Vorlage EFAS (Einheitliche Finanzierung von ambulanten und stationären Leistungen) erläuterte der Obwaldner Ständerat Erich Ettlin. Diese geht auf eine parlamentarische Initiative von Nationalrätin Ruth Humbel von anno 2009 zurück und ist endlich nach 14 Jahren in der Wintersession 2023 grossmehrheitlich verabschiedet worden.

Was will und bewirkt EFAS?

Mit EFAS sollen störende Fehlanreize beseitigt und punkto Finanzierung zwischen den Kantonen und den Krankenversichern ein Systemwechsel vollzogen werden. Heute beteiligen sich die Kantone nur an den Kosten für stationäre Spitalbehandlungen. Künftig werden ambulante und stationäre Behandlungen gleich finanziert werden. Eine Verlagerung von stationärer zur ambulanten Behandlung ist medizinisch und wirtschaftlich sinnvoll, darf aber nicht nur zu Lasten der Prämien gehen. Ob eine Behandlung stationär oder ambulant stattfindet, darf einzig medizinisch und nicht finanziell entschieden werden. Auf Verlangen der Kantone sei ebenfalls der Pflegebereich eingezogen worden. Entgegen Bedenken ändere sich bei der Pflege und der bewährten Praxis nichts. Es gehe hier ausschliesslich um die geänderte Finanzierung zwischen öffentlicher Hand und den Krankenversichern. Das Referendum wurde von den Gewerkschaften ergriffen und die Abstimmung wird noch in diesem Jahr stattfinden. – Die angeregte Diskussion bestätigte die komplexe Thematik. EFAS bringt Vorteile für unser schweizerisches Gesundheitswesen, betonte und resümierte Ständerat Ettlin abschliessend.

Gesundheitsversorgung kritisch hinterfragt

Wohlwissend, dass Fragen zu medizinischen Behandlungen im fortgesetzten Alter heikel sind, hat der Vorstand von «Mitte 60+ Schweiz» gemäss ihrer Präsidentin Ida GlanzmannHunkeler die Thematik «Welche Gesundheitsversorgung wollen wir – und wer soll sie finanzieren?» gewählt.

 

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